Deswegen mochte ich gestern nicht ins Marzili schwimmen gehen, aber abkühlen wollte ich mich unbedingt. Ich meine, 33°! Zum Glück brachte ich Patrick dazu, zum kleinen Plätzchen an der Aare zu gehen - mit den vier Hunden (Thula war bei uns). Und es machte uns allen Spass! Lola schwamm mit uns, Vida kühlte ihre Füsse, Lucy klaute jemandem eine Wurst und wollte nicht so recht ins Wasser und auch Thula erwies sich als eher wasserscheu.
Montag, 20. August 2012
33°
Deswegen mochte ich gestern nicht ins Marzili schwimmen gehen, aber abkühlen wollte ich mich unbedingt. Ich meine, 33°! Zum Glück brachte ich Patrick dazu, zum kleinen Plätzchen an der Aare zu gehen - mit den vier Hunden (Thula war bei uns). Und es machte uns allen Spass! Lola schwamm mit uns, Vida kühlte ihre Füsse, Lucy klaute jemandem eine Wurst und wollte nicht so recht ins Wasser und auch Thula erwies sich als eher wasserscheu.
Samstag, 18. August 2012
Roh
Was ist das: ein heller Pfeil, der in rasender Geschwindigkeit im abgezäumten Gelände Runden dreht?
Die glückliche Lucy, die endlich wieder nach der Sommerpause in den Hundekurs durfte. Sie freute sich wirklich, ich sagte ihr nämlich seit Tagen, dass sie Babemba und Timmy und all ihre Hunde- und Menschenfreunde wieder sehen werde. Und sie hielt die ganze Stunde durch, wollte nie abschleichen, machte alle Übungen mit grosser Konzentration - im Gegensatz zu einem 5-monatigen süssen Mischlingshund (Bergamasker, Labrador, Golden Retriever), dessen Aufmerksamkeitsspanne deutlich kürzer war. Und auf den Mittagsspaziergang kam Lucy ohne Probleme mit - nachdem sie gestern bei drei Spaziergängen zwei verpasste: sie blieb lieber im Auto. Auch abends brachte ich sie nur über die Strasse, dann wollte sie wieder ins Haus. Aber gestern zeigte mir Ilona, wie ich ihr den blauen Verband um ihren Körper legen kann nach Tellington Touch. Heute morgen nahm Patrick ihr den Verband wieder ab, weil er entlang der Aare rennen ging. Ich werde ihn ihr über Nacht wieder rumwickeln. Bin gespannt, wies jetzt dann beim Nachmittagsspaziergang läuft. Babembas Besitzer will mit uns mitkommen, er hofft, dass sowohl Babemba als auch seine Wursträdchen genügend Ansporn sein werden.
Das nebenstehende Bild zeigt eine müde und zufriedene Lucy.
Meine Essgewohnheiten verändern sich wieder etwas. Ich weiss ja schon seit immer, dass ich rohe Speisen tendenziell besser vertrage als gekochte. Ich bin seit meiner Kindheit total Birchermüesli-Fan, esse seit Jahren jeden Tag einen rohen Karotten/rote Beete-Apfelsalat und zur Zeit auch jeden Abend einen grossen grünen Salat mit eigenen Tomaten.
Von Teigwaren, die ich zwar mag, mittlerweile aber selten zu mir nehme, werde ich sehr müde. Quinoa oder Hirse, beide gekocht, geben mir mehr Energie.
Aber jetzt hab ich noch einen Schritt getan: Ab heute gibts bei mir jeden Tag einen grünen Smoothie!! So sieht mein erster grüner Smoothie aus (siehe Bilder), und das hat er drin: 1 Apfel, drei Handvoll Babyspinat, eine Dattel (ohne Kern), Wasser und etwas Zimt. Ich besitze nämlich seit zwei Tagen einen Personal Blender (bestellt bei www.keimling.ch) und seit gestern das Buch von Mimi Kirk: Live Raw (gibts bald auch in deutscher Ausgabe). Die Autorin ist 74 und sieht aus wie 54. Wenn das keine Motivation ist, rohe Speisen zu sich zu nehmen! Aber nur roh und nichts Gekochtes - nein, das kann ich mir noch nicht vorstellen.
Heute Abend aber werde ich Tzaziki und Cashew Hummus zubereiten - alle in meinem schon jetzt heiss geliebten Personal Blender!
Die glückliche Lucy, die endlich wieder nach der Sommerpause in den Hundekurs durfte. Sie freute sich wirklich, ich sagte ihr nämlich seit Tagen, dass sie Babemba und Timmy und all ihre Hunde- und Menschenfreunde wieder sehen werde. Und sie hielt die ganze Stunde durch, wollte nie abschleichen, machte alle Übungen mit grosser Konzentration - im Gegensatz zu einem 5-monatigen süssen Mischlingshund (Bergamasker, Labrador, Golden Retriever), dessen Aufmerksamkeitsspanne deutlich kürzer war. Und auf den Mittagsspaziergang kam Lucy ohne Probleme mit - nachdem sie gestern bei drei Spaziergängen zwei verpasste: sie blieb lieber im Auto. Auch abends brachte ich sie nur über die Strasse, dann wollte sie wieder ins Haus. Aber gestern zeigte mir Ilona, wie ich ihr den blauen Verband um ihren Körper legen kann nach Tellington Touch. Heute morgen nahm Patrick ihr den Verband wieder ab, weil er entlang der Aare rennen ging. Ich werde ihn ihr über Nacht wieder rumwickeln. Bin gespannt, wies jetzt dann beim Nachmittagsspaziergang läuft. Babembas Besitzer will mit uns mitkommen, er hofft, dass sowohl Babemba als auch seine Wursträdchen genügend Ansporn sein werden.
Das nebenstehende Bild zeigt eine müde und zufriedene Lucy.
Meine Essgewohnheiten verändern sich wieder etwas. Ich weiss ja schon seit immer, dass ich rohe Speisen tendenziell besser vertrage als gekochte. Ich bin seit meiner Kindheit total Birchermüesli-Fan, esse seit Jahren jeden Tag einen rohen Karotten/rote Beete-Apfelsalat und zur Zeit auch jeden Abend einen grossen grünen Salat mit eigenen Tomaten.
Aber jetzt hab ich noch einen Schritt getan: Ab heute gibts bei mir jeden Tag einen grünen Smoothie!! So sieht mein erster grüner Smoothie aus (siehe Bilder), und das hat er drin: 1 Apfel, drei Handvoll Babyspinat, eine Dattel (ohne Kern), Wasser und etwas Zimt. Ich besitze nämlich seit zwei Tagen einen Personal Blender (bestellt bei www.keimling.ch) und seit gestern das Buch von Mimi Kirk: Live Raw (gibts bald auch in deutscher Ausgabe). Die Autorin ist 74 und sieht aus wie 54. Wenn das keine Motivation ist, rohe Speisen zu sich zu nehmen! Aber nur roh und nichts Gekochtes - nein, das kann ich mir noch nicht vorstellen.
Heute Abend aber werde ich Tzaziki und Cashew Hummus zubereiten - alle in meinem schon jetzt heiss geliebten Personal Blender!
Montag, 13. August 2012
17°
Mit vier Hunden an die Aare - würde das gut gehen? Ja, es ging sogar sehr gut! Wir hüten Thula wieder dreimal pro Woche, und weil sie im Wald an der Leine sein muss, da sie sonst die Gegend unsicher macht, probierte ich es heute mit der Aare.
Ein richtiger Wasserhund ist eigentlich nur Lucy, sie kann nicht genug vom Planschen und Schwimmen bekommen. Lola traut sich nur ins Wasser, wenn sie ein Stöckchen jagen kann. Vida geht wie immer nur ihre Füsse kühlen und auch Thula ist nicht richtig ein Wasserfan, auch wenn sie ein bisschen in den Fluss rannte. Sie drehte lieber ihre schnellen Runden im Gelände.

Deshalb hier nur einige Fotos von einem gelungenen Ausflug - nur ich hatte leider nicht daran gedacht, meine Badesachen mitzunehmen. Ich mag die Aare nämlich auch sehr, war vergangenen Freitag das letzte Mal drin bei 17°. Ich mag es so kühl, denn dann prickelt der ganze Körper nach dem Schwimmen.
Ein richtiger Wasserhund ist eigentlich nur Lucy, sie kann nicht genug vom Planschen und Schwimmen bekommen. Lola traut sich nur ins Wasser, wenn sie ein Stöckchen jagen kann. Vida geht wie immer nur ihre Füsse kühlen und auch Thula ist nicht richtig ein Wasserfan, auch wenn sie ein bisschen in den Fluss rannte. Sie drehte lieber ihre schnellen Runden im Gelände.
Deshalb hier nur einige Fotos von einem gelungenen Ausflug - nur ich hatte leider nicht daran gedacht, meine Badesachen mitzunehmen. Ich mag die Aare nämlich auch sehr, war vergangenen Freitag das letzte Mal drin bei 17°. Ich mag es so kühl, denn dann prickelt der ganze Körper nach dem Schwimmen.
Samstag, 11. August 2012
30-20-10
Verschwitzt und glücklich kamen wir heute Mittag nach 5 km zurück zum Parkplatz. Ich schwitze ja selten beim Rennen - was alles über meinen üblichen Einsatz aussagt! Aber heute rannte ich nach der Formel 30-20-10 und kam gegen Schluss ziemlich an meine Grenze. Und fühlte mich danach so gut, dass ich pfeifend unter die Dusche ging.
30 Sekunden rennst du in deinem normalen Tempo, 20 Sekunden rennst du etwas schneller und 10 Sekunden gibst du alles. Dann zwei Minuten erholsames langsames Joggen und wieder die Formel 30-20-10 anwenden. Ich hab nicht gezählt, wie oft ich dies wiederholte, aber man sollte es nach Runner's World mindestens einmal pro Woche tun, wenn man "enorme Leistungssprünge" machen möchte.

Ja, will ich. In kürzerer Zeit stärker und schneller werden. Ich weiss ja, dass der Körper hinsichtlich Kraft und Leistung nur dann Fortschritte macht, wenn man ihn immer wieder überraschen kann. Na, meiner war ziemlich überrascht heute und er hat sehr gut darauf angesprochen.
Auch die Hunde waren freundlicherweise gehorsam, keiner rannte weg.
Das gibt es eben doch auch manchmal, dass alles stimmt.
Morgen gehe ich aber alleine auf einen längeren Lauf. Ich glaube, das mit der Faulheit verschiebe ich noch. Denn wenn ich so rennen kann, bekomme ich wieder Mut, doch den Halbmarathon zu wagen.
30 Sekunden rennst du in deinem normalen Tempo, 20 Sekunden rennst du etwas schneller und 10 Sekunden gibst du alles. Dann zwei Minuten erholsames langsames Joggen und wieder die Formel 30-20-10 anwenden. Ich hab nicht gezählt, wie oft ich dies wiederholte, aber man sollte es nach Runner's World mindestens einmal pro Woche tun, wenn man "enorme Leistungssprünge" machen möchte.
Auch die Hunde waren freundlicherweise gehorsam, keiner rannte weg.
Das gibt es eben doch auch manchmal, dass alles stimmt.
Morgen gehe ich aber alleine auf einen längeren Lauf. Ich glaube, das mit der Faulheit verschiebe ich noch. Denn wenn ich so rennen kann, bekomme ich wieder Mut, doch den Halbmarathon zu wagen.
Mittwoch, 8. August 2012
Mussenkiller
"Schneller laufen killt die Musse." Steht so im Migros Magazin online. Mmh.
Seit der Artikel "Faul sein ist gut und tut gut" in dieser Zeitschrift erschienen ist, bin ich nicht mehr ganz sicher, ob ich einen Halbmarathon im Herbst laufen möchte. Weil, das wäre ja gar nicht faul und täte somit nicht gut. Trainieren ist zur Zeit sowieso schwierig. Das liegt aber nicht an mir, sondern an den Hunden. Vida mag die Wärme nicht, also nehme ich sie nur mit auf kurze Strecken. Lola ist ganz ok, aber Lucy hat das Jagen entdeckt. Wenn ich sie mal vom Jogger, dieser speziellen elastischen Leine, loslasse, verschwindet sie oft minutenlang im Wald. Dann stelle ich meinen Garmin auf Pause und rufe und warte und denke, wie mühsam das Rennen mit den Hunden geworden ist.
Am besten rennen, das habe ich gemerkt, gehts alleine. Obwohl ich ja gerne einen Hund bei mir hätte, wenn ich im Wald laufe.
Gar nicht Zen zur Zeit.
Heute zum Beispiel: Ich nahm die drei Hunde mit in den Sädelbach. Wir starteten und als ich mich nach etwa hundert Metern mal umdrehte, sah ich, dass Lucy beim Auto sitzen geblieben war. Ah klar, Holzschlag! Das laute Sägen fand Lucy bedrohlich. Und es war dann nicht mal unser Auto, einfach ein ähnliches, wo Lucy blieb - siehe Foto.
Also die Hunde wieder ins Auto packen und irgendwo anders hinfahren. Und dort, da viel weniger Schatten, hatte Vida wenig Energie und Lucy Jagdfieber - auch hier: siehe Foto. Lola und Vida fragen mit mir: Wo steckt Lucy?
Ich war 90 Minuten unterwegs und gerannt bin ich etwa 45 Minuten. So stimmts für mich nicht so toll. Und dann wälzte sich das Schweinchen noch in Fuchsscheisse. Da ich die Kamera dabei hatte, konnte ich sie mal knipsen.
Normalerweise habe ich mit all dem kein Problem, aber weil ich eigentlich trainieren möchte, stresst es mich leicht. Ich renne doch, um Stress loszuwerden. Ich brauche nicht neuen Stress. Deshalb frage ich mich, ob der Halbmarathon im Oktober sein muss. Ich würde mal sagen, nein. Denn ich möchte nicht mehr Stress, sondern mehr Musse. Faulheit. Geniessen. Vielleicht finde ich die Balance noch und es klappt mit Bremen. Zum Glück muss ich mich noch nicht entscheiden.
Seit der Artikel "Faul sein ist gut und tut gut" in dieser Zeitschrift erschienen ist, bin ich nicht mehr ganz sicher, ob ich einen Halbmarathon im Herbst laufen möchte. Weil, das wäre ja gar nicht faul und täte somit nicht gut. Trainieren ist zur Zeit sowieso schwierig. Das liegt aber nicht an mir, sondern an den Hunden. Vida mag die Wärme nicht, also nehme ich sie nur mit auf kurze Strecken. Lola ist ganz ok, aber Lucy hat das Jagen entdeckt. Wenn ich sie mal vom Jogger, dieser speziellen elastischen Leine, loslasse, verschwindet sie oft minutenlang im Wald. Dann stelle ich meinen Garmin auf Pause und rufe und warte und denke, wie mühsam das Rennen mit den Hunden geworden ist.
Am besten rennen, das habe ich gemerkt, gehts alleine. Obwohl ich ja gerne einen Hund bei mir hätte, wenn ich im Wald laufe.
Gar nicht Zen zur Zeit.
Ich war 90 Minuten unterwegs und gerannt bin ich etwa 45 Minuten. So stimmts für mich nicht so toll. Und dann wälzte sich das Schweinchen noch in Fuchsscheisse. Da ich die Kamera dabei hatte, konnte ich sie mal knipsen.
Donnerstag, 2. August 2012
Lärm
Nur bis Mitte der Strasse brachte ich Lucy vorhin, dann wollte sie wieder zurück ins Haus. Logisch, erstens haben nicht alle Leute ihre 1. August-Kracher gestern gezündet da Regen und zweitens blitzt es zusätzlich in weiter Ferne da Gewitter. Aber sonst haben wir alle den gestrigen lärmigen Tag gut überstanden. Ich rannte von hier ins Marzili (11 km), wo Patrick mit Roller auf mich wartete. (Er hatte zwar meinen Helm vergessen und so fuhren wir nach einer Abkühlung im knapp 18° Wasser sehr aufmerksam nach Hause. Ein Polizeiauto begegnete uns und die Insassen waren offensichtlich nicht so aufmerksam wie wir. Glück gehabt!)
Der Tag war sehr heiss und schwül, aber dem Fluss entlang wars ein wenig kühler. Und überall chillten Menschen, jedes Plätzchen war belegt. Mir gefiel das sehr, denn die Schweiz ist selten so wahrnehmbar friedlich. Nur der eine Knaller, als ich mich genau unter der Lorrainebrücke befand, der hätte nicht sein müssen.
Heute radelten wir zum Moossee und nahmen dort ein 26° warmes Bad. Aber, so geht es mir jeden Sommer, einmal Moossee und nie wieder bis zum nächsten Jahr. Die Autobahn führt so nahe am Bad vorbei, dass der Lärm unangenehm ist. Heute fand ich, so lärmig wars noch nie. Oder wurde die Autobahn noch näher ans Bad gelegt? So schade, denn der Moossee wäre ein kleines Naturparadies.
Darüber wollte ich schon lange mal schreiben: Egal, wo ich mich im Raum Bern erholen möchte - immer stosse ich an eine der vielen Autobahnen. Sei es im Bremer, wo zuerst die stark befahrene Autobahn überquert werden muss, bevor man joggen kann, sei es nur beim täglichen Spaziergang im Mannenberg. Von nah oder von ferne dröhnen die Lastwagen und Autos und übertönen das Zwitschern der Vögel oder unsere Worte. Und oft auch meine Gedanken. Die Landschaft ist elendiglich zerschnitten, geplant wohl in den Sechzigerjahren, als eine Familie noch nicht zwei bis drei Autos besass und als weniger Menschen dieses kleine enge Land bevölkerten. Als man noch ans Auto glaubte. Aber leider glauben auch heute noch zu viele Menschen dran. Ich war komischerweise schon mit 20 eine Autohasserin. Mein Vater hätte mir damals die Fahrstunden bezahlt, aber ich wollte nicht. Erst als ich zwei kleine Kinder hatte, lernte ich das Auto zu schätzen und es zu fahren. Ich arbeitete extra dafür einen Sommer lang in einem Reisebüro, das sich auf Reisen nach China spezialisiert hatte. Danach war ich eine kurze Zeit lang Autofan, verlor meine Autoliebe aber leider schnell wieder.
Und jetzt bin ich wieder dort, wo ich mit zwanzig war. Es gibt zu viele Autos!!!!!
Die Fotos hab ich heute am späteren Nachmittag geknipst. Im Sädelbach, der auf der Ostseite angenehm ruhig ist. Was wie Weichzeichner aussieht, ist nur die Kombination von wenig Licht und schwachem Fotoapparat!
Der Tag war sehr heiss und schwül, aber dem Fluss entlang wars ein wenig kühler. Und überall chillten Menschen, jedes Plätzchen war belegt. Mir gefiel das sehr, denn die Schweiz ist selten so wahrnehmbar friedlich. Nur der eine Knaller, als ich mich genau unter der Lorrainebrücke befand, der hätte nicht sein müssen.
Heute radelten wir zum Moossee und nahmen dort ein 26° warmes Bad. Aber, so geht es mir jeden Sommer, einmal Moossee und nie wieder bis zum nächsten Jahr. Die Autobahn führt so nahe am Bad vorbei, dass der Lärm unangenehm ist. Heute fand ich, so lärmig wars noch nie. Oder wurde die Autobahn noch näher ans Bad gelegt? So schade, denn der Moossee wäre ein kleines Naturparadies.
Darüber wollte ich schon lange mal schreiben: Egal, wo ich mich im Raum Bern erholen möchte - immer stosse ich an eine der vielen Autobahnen. Sei es im Bremer, wo zuerst die stark befahrene Autobahn überquert werden muss, bevor man joggen kann, sei es nur beim täglichen Spaziergang im Mannenberg. Von nah oder von ferne dröhnen die Lastwagen und Autos und übertönen das Zwitschern der Vögel oder unsere Worte. Und oft auch meine Gedanken. Die Landschaft ist elendiglich zerschnitten, geplant wohl in den Sechzigerjahren, als eine Familie noch nicht zwei bis drei Autos besass und als weniger Menschen dieses kleine enge Land bevölkerten. Als man noch ans Auto glaubte. Aber leider glauben auch heute noch zu viele Menschen dran. Ich war komischerweise schon mit 20 eine Autohasserin. Mein Vater hätte mir damals die Fahrstunden bezahlt, aber ich wollte nicht. Erst als ich zwei kleine Kinder hatte, lernte ich das Auto zu schätzen und es zu fahren. Ich arbeitete extra dafür einen Sommer lang in einem Reisebüro, das sich auf Reisen nach China spezialisiert hatte. Danach war ich eine kurze Zeit lang Autofan, verlor meine Autoliebe aber leider schnell wieder.
Und jetzt bin ich wieder dort, wo ich mit zwanzig war. Es gibt zu viele Autos!!!!!
Die Fotos hab ich heute am späteren Nachmittag geknipst. Im Sädelbach, der auf der Ostseite angenehm ruhig ist. Was wie Weichzeichner aussieht, ist nur die Kombination von wenig Licht und schwachem Fotoapparat!
Sonntag, 29. Juli 2012
Ferien der andern Art
Trotz ihrer Ängstlichkeit ist sie ein fröhlicher und anhänglicher Hund. Patrick kaufte ihr vor einigen Tagen nochmals ein homöopathisches Mittel: 1. August und Gewittertropfen. Wir geben ihr und Lola davon zweimal pro Tag 6 Tropfen ins Essen. Dazu kriegt Lucy noch Phosphor und Aconitum und echt, ich glaube, es wirkt! Natürlich haben wir auch unsere Gewohnheiten ein bisschen geändert. Im Wald lassen wir sie zuerst auf eine Mauer springen, sie kriegt einen Keks - und dann läuft sie mit uns. Beim Abendspaziergang gehe ich zuerst mit Lola und Vida nach links zur kleinen Wiese beim Friedhof. Danach nehme ich Lucy an die Auszugsleine und sie will natürlich nach rechts. Also tun wir das und ich lasse sie auch den Rest des Weges bestimmen, was sie so entspannt, dass sie bald einmal pinkeln kann. Wahrscheinlich ist eben auch meine innere Haltung wichtig: Mir ist es egal, wohin wir gehen, ich übe keinen Druck mehr aus. Und plötzlich klappt es!
Meine vergangene Woche war doch nicht so relaxed, wie ich anfangs dachte. Der 5-tägige Yoga-Workshop wurde von Tag zu Tag anstrengender und ich hatte danach jedes Mal irgendwo Muskelkater. Aber wir lagen immer auch eine Dreiviertelstunde am Boden, machten Atemübungen und entspannten uns. Das tue ich ja nie so lange, weil ich meine, nie soviel Zeit zu haben, nur um bewusst zu atmen und zu entspannen.
Dieser Workshop war wirklich super, wie Ferien der andern Art. Denn, weil die Woche klimatechnisch heiss war, taten wir alles bei geöffnetem Fenster und an den vollen Stunden hatte ich den Eindruck, ich sei irgendwo in China. Die Yogaschule liegt gleich beim Zytglogge und die Touristen lachten, riefen und klatschten, wenn die Figuren am Turm ihr Programm abspulten.
Gestern machte ich wohl einen Fehler, dass ich 11 km rennen ging. Ich hätte besser einen Ruhetag eingeschaltet (was ich heute tat). Ich wachte nämlich plötzlich mitten in der Nacht auf, weil mir der innere rechte Knöchel wehtat. Aber nachdem ich eine thailändische Muskelsalbe eingerieben hatte, ging der Schmerz weg und ich konnte wieder schlafen.
Die Fotos der Hunde stammen von Mittwoch. Es war so toll an der Aare, dass ich am Donnerstag auch schwimmen ging, das erste Mal in diesem Jahr. Moana kam mit ins Marzili, das Wasser war fast 20° warm! Aber, wo ist der Sommer denn wieder hin?? Sommer?? SOMMER????
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